KUSKO-Methode

Wenn der Körper unsere Sprache versteht

Die Organ- und Körpersprache ist in unserem Sprachgebrauch gut verankert und wird täglich von uns angewendet, ohne dass wir es bemerken. Sie ist so alltäglich, dass sie kaum mehr auffällt. Wir alle kennen es, wenn jemand von seinem Ärger spricht und ihm die «Galle hochkommt», er «vor Wut platzen» könnte oder «seinem Ärger Luft macht».

Von solchen Sinnsprüchen gibt es Dutzende für unsere Körperteile, Organe und sogar unsere Sekrete. Ein weiteres Beispiel: «Mir bleibt die Spucke weg.» Der Körper wird also direkt von uns angesprochen und diese «Körperregionen» hören, so betrachtet, automatisch mit.

Unser Körper ist kein abgespaltener Teil von uns, sondern begleitet uns als bester «Kumpel» unser ganzes Leben. Er hört aufmerksam zu und sorgt dafür, dass wir jeden Tag möglichst erfrischt und erholt mit ihm verbringen können.

So wie wir Muskeln bewegen oder das Gehirn entsprechende Signale an Organe und Drüsen sendet, um diese anzuregen und zu steuern, so empfängt unser Körper auch unsere Worte in Form von Gefühlen und Absichten, die eine Wirkung zeigen können. Die Kinesiologie geht davon aus, dass sich Stress über Muskelreaktionen feststellen lässt. Muskeln reagieren beispielsweise schwächer, wenn wir gestresst sind oder bereits das Denken an eine belastende Situation Stress auslöst.

Konflikte und ihre Speicherung

Besonders dramatisch kann sich dies auswirken, wenn Konflikte anstehen oder ausgetragen werden. Es geht uns «durch Mark und Bein». Mit anderen Worten: Die Erschütterung bzw. die Speicherung in unseren Organen durch unsere emotionale Aufladung kann umso grösser sein, je dramatischer die Situation ist und je länger sie andauert.

Wenn ich nun Stress von «damals» auflösen möchte, ist es wichtig zu fragen, ob und wie viele UR-Konflikte bzw. Schockmomente mit diesem oder jenem Thema verbunden sind. Ur-Konflikte sind zum Beispiel Trennungs- oder Verlustkonflikte und viele andere mehr. Danach gilt es, die Speicherstellen im Körper ausfindig zu machen und den Sinnspruch zu ermitteln, der damit verbunden wurde.

Die KUSKO-Methode

Die KUSKO-Methode – Konflikt, Ursache, Schockmomente, Körper, Organ – wurde von mir selbst entwickelt und wird mithilfe des kinesiologischen Tests angewendet. Dieser hilft dabei, Ursachen und Programmierungen in Organen und Körperteilen zu finden, um sie anschliessend zu lösen.

Für das Lösen dieser Programmierungen hat sich für mich die Methode von Dr. Bradley Nelson bewährt. Dabei kommen Emotionscode und Body Code in Kombination als abschliessende Unterstützung zum Lösen des energetischen Stresses zum Einsatz. Grundsätzlich könnte dafür auch eine andere Methode verwendet werden, sofern sie den Stress bzw. die Speicherung erkennt und lösen kann.

Programme und Trigger

Im Grunde lässt sich der Vorgang gut mit einer Computersprache vergleichen. Im Computer wird über eine Programmiersprache ein Programm geschrieben, das sich auf eine bestimmte Weise verhalten soll. Der Unterschied liegt darin, dass wir am Computer bewusst ein Programm für unsere Zwecke zusammenbauen, damit wir es sinnvoll für anstehende Aufgaben einsetzen können.

Unser Körper hingegen kann in emotional aufgeladenen Situationen völlig frei von Sinn und Zweck mit Stress und Abwehr «programmiert» werden. Danach reagiert er auf eine entsprechende Befehlseingabe bzw. Triggerung – möglicherweise auch in völlig harmlosen und unpassenden Situationen. Dass dies wiederum zu mehr Stress und Konflikten führen kann, versteht sich von selbst, wenn man diesen Zusammenhang betrachtet.

Ohne dieses Bewusstsein kann daraus ein Selbstläufer entstehen, der über Wochen, Monate oder gar Jahre eine eigene Dynamik entwickelt – einen Teufelskreis. Solche Teufelskreise bzw. Endlosschleifen können Beziehungen und Partnerschaften jeglicher Art stark belasten.

So gesehen werden wir von unserer eigenen Vergangenheit eingeholt. Wir können dafür nicht einmal jemand anderem die Schuld geben, denn wir haben uns durch unsere eigenen Programmierungen in diesen Schlamassel gebracht – wenn auch nicht mit bewusster Absicht oder Vorsatz.

Gedanken werden zu Worten

Eine alte Weisheit besagt:

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu Worten!

Achte auf deine Worte, denn sie werden zu Taten!

Achte auf deine Taten, denn sie werden zur Gewohnheit!

Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden zu deinem Charakter!

Achte auf deinen Charakter, denn er wird zu deinem Schicksal!

Dies zeigt auf eine andere, eindrückliche Art, wie wir uns selbst programmieren können, und verdeutlicht, wie wichtig es ist, die eigenen Gedanken wahrzunehmen und möglichst wohlwollend zu formulieren. In einer emotional aufgeladenen Situation ist dies natürlich sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Gerade das zeigt, wie stark wir von unseren eigenen Programmen beeinflusst werden können.

Das bedeutet nicht, dass wir uns nicht auch einmal ärgern dürfen. Aber wir sollten uns bewusst sein, dass wir damit Schaden anrichten können und uns deshalb auch mit dem «Saubermachen danach» beschäftigen müssen. Sei es, indem wir vergeben, uns entschuldigen oder zutiefst bereuen – sofern wir keine Techniken beherrschen, um die Belastung auch energetisch aufzulösen.

Oft ist der eigene Stolz der grosse Hemmschuh, um uns von diesem Ballast zu lösen: «Wie stehe ich denn da?!»

Unsere Sprache wirkt auch auf uns selbst

Wenn wir den ganzen Tag Schimpfwörter benutzen und alles und jeden herabwürdigen – auch uns selbst –, dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir von unseren Mitmenschen abgelehnt und abgewiesen werden. Ausserdem schaden wir mit dieser verbalen Ausdrucksweise letztlich auch uns selbst.

Wie bereits erwähnt: Aus Sicht dieses Ansatzes unterscheidet der Körper nicht, ob wir uns selbst oder andere beschimpfen. Langfristig belasten wir damit unsere eigene Seele und entfremden uns immer mehr von uns selbst und von anderen.

Diese Programmierungen kann man sich wie Malware, also Schadprogramme oder Viren, vorstellen, die natürliche Abläufe stören. Werden solche Störfaktoren erkannt und gelöst, können manche Situationen einen deutlich milderen Verlauf nehmen. Für unser zukünftiges Leben kann dies weniger Konflikte, weniger Ärger und Wut und damit mehr Lebensfreude und Einklang mit uns selbst bedeuten.

Der Körper als Resonanzkörper

Wie wichtig dieser Einklang mit uns selbst ist, zeigt der Vergleich mit einem Musikinstrument. Jeder Mensch hat seine eigene Schwingung – so wie ein Musikinstrument einen Resonanzkörper besitzt, sei dieser aus Holz oder Blech. Dieser verstärkt den Ton und verleiht ihm seinen eigenen, unverwechselbaren Charakter.

So ist auch unser Körper unser Resonanzkörper, der mit unserer angeborenen Eigenschwingung einen vollkommen eigenen «Klang» aussendet. Unsere Stimme macht Stimmung und unser Herz übermittelt unsere Gefühle. Ist ein Musikinstrument bzw. ein Mensch «verstimmt», hören oder spüren wir dies. Der Ton bzw. die Schwingung erzeugt ein Unbehagen.

Unsere eigene Verstimmung wird von uns selbst oft übersehen, von unseren Mitmenschen jedoch wahrgenommen. Sie reagieren häufig ganz unbewusst auf unsere «Stimmung» und fühlen sich angezogen oder abgestossen. Dies hat natürlich auch mit Resonanz zu tun.

Grundsätzlich können wir sagen: Wenn wir unsere eigene Schwingung und Eigenresonanz in vollem Umfang und in ihrer Reinheit aussenden, sind wir authentisch und werden kraftvoll und selbstbestimmt wahrgenommen. Sie kann sogar zu unserem besten Schutzschild gegen das werden, was uns herabwürdigen könnte, weil wir damit schlicht nicht in Resonanz sind.

Stimme, Herz und unsere eigene Schwingung

Es gibt Menschen, bei denen die Stimme zunächst nicht zum Erscheinungsbild zu passen scheint. Dies kann verschiedene Gründe haben, und manchmal müssen wir uns auch erst an eine Stimme gewöhnen. Der Stimmcharakter kann sich verändern, wenn Stress aktiv und energetisch gelöst wird. Auch die Stimme eines Kindes klingt anders als die eines erwachsenen Menschen. Während des Alterns und Reifens passt sie sich weiter an und erzählt uns viel über den Menschen und sein Wesen.

Auch unsere geistige Haltung und Einstellung zum Leben, zu anderen Menschen und Wesenheiten senden wir nach diesem Verständnis durch unser Herz aus und berühren damit Menschen in unserer Umgebung.

Menschen, die eine «Herzmauer» aufgebaut haben, können dadurch in ihrem emotionalen Ausdruck blockiert sein. Eine solche Mauer wirkt sinnbildlich wie ein Panzer, wodurch Aussenstehende diese Menschen möglicherweise als unnahbar oder geheimnisvoll empfinden.

Diese Panzerung haben wir uns häufig bereits in der Kindheit zugelegt, weil wir glaubten, unser Herz schützen zu müssen – sei es gegenüber den Eltern, in der Schule, gegenüber Lehrpersonen oder Mitschülern. Diesen Schutz tragen wir manchmal noch immer mit uns herum und wundern uns, weshalb unsere Gefühle und Absichten von anderen Menschen nicht wahrgenommen werden.

Auch unsere Eigenschwingung kann durch diese Panzerung wie verhüllt erscheinen und sich nicht vollständig entfalten.

Befreien wir uns davon – und lassen wir unseren eigenen, wunderschönen und unverwechselbaren Ton erklingen.